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Ihr Reiseführer für die Kanaren


El Hierro


El Hierro ist die kleinste und jüngste der kanarischen Hauptinseln, die geographisch zu Afrika, politisch aber zu Spanien gehören. Von allen Kanarischen Inseln ist El Hierro die am westlichsten gelegene. Die Insel besticht durch idyllische Natur und üppigen Bewuchs inmitten von Vulkan- und Kraterlandschaften. Naturliebhaber und Ruhesuchende werden an einem der abgelegenen kleinen Strände auf ihre Kosten kommen. Kulturinteressierte lockt die Insel mit kleinen Museen und Ausstellungsstücken.

 


 

 

 

Entstehung und Geschichte

Die jüngste der Kanarischen Inseln erhob sich vor ungefähr drei Millionen Jahren aus dem Meer. Sie entstand durch eine weiter zurückliegende vulkanische Aktivität im Meer. Dieser Aktivität, die wahrscheinlich vor weit mehr als 20 Millionen Jahren stattfand, verdanken auch die anderen Kanarischen Inseln ihre Entstehung. Besiedelt wurde El Hierro erstmals nach dem fünften Jahrhundert nach Christus. Wie alle Kanarischen Inseln wurde El Hierro im 15. Jahrhundert unter spanischer Herrschaft erobert. Die Insel gehört heute noch zu Spanien, Spanisch ist die Landessprache.


Größe

Die kleinste der Kanarischen Inseln misst in der Ausdehnung von Ost nach West ungefähr 27 km und von Nord nach Süd etwa 24 km. Wegen ihrer geringen Größe blieb die reizvolle Insel bisher vom Massentourismus verschont.


Einwohner

El Hierro hat knapp 12.000 Einwohner, von denen knapp die Hälfte in der Hauptstadt Valverde lebt. Die Einwohner sprechen Spanisch mit deutlichem südamerikanischem Akzent. Im Gegensatz zu vielen anderen Kanarischen Inseln ist El Hierro bisher vom Massentourismus verschont geblieben. Auf der Insel geht es beschaulich und ursprünglich zu.


Städte

Hauptstadt von El Hierro ist die kleine, aber sehr geschäftige Inselmetropole Valverde. Hier trifft man sich abends zu ausgedehnten Fiestas und kulturellen Aktivitäten.


Flora und Fauna

Neben weiten Lavafeldern, die die Landschaft von El Hierro prägen, gibt es auch ausgedehnte Wälder. Diese weitgehend aus Kiefern und Lorbeerbäumen bestehenden Waldabschnitte befinden sich vor allem im Zentrum der Insel. El Hierro verfügt über eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Allein elf Pflanzenarten lassen sich ausschließlich auf dieser Kanarischen Insel finden. Die abwechslungsreiche Pflanzenwelt verdankt die Insel ihrem milden Klima, das an vielen Stellen für sehr üppigen Bewuchs sorgt. Eins der faszinierendsten Gewächse der Insel ist der Drachenbaum, der in Europa bereits seit mehr als 20 Millionen Jahren ausgestorben ist. Die Tierwelt der Insel ist wie die der gesamten Kanaren vor allem von Vögeln, Reptilien und Meerestieren bevölkert. Allerdings ist die Tierwelt auf El Hierro vielseitiger als die der übrigen Kanarischen Inseln. Gecko, Laubfrosch und verschiedene Echsenarten kommen nur hier vor. Eine Besonderheit ist die Rieseneidechse Lagarto Gigante de Salmor, die bereits als ausgestorben galt und in den 70er Jahren auf der Insel wiederentdeckt wurde. Die Echse steht heute unter Naturschutz und kann im Museumsdorf Guinea in einem Terrarium besichtigt werden. Im Atlantik tummeln sich viele verschiedene Meerestiere, so zum Beispiel Delfine, Wale, Rochen und Haie.


Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von El Hierro finden sich in der Hauptstadt Valverde. Im Ortszentrum La Calle befindet sich die sehenswerte Festungskirche Santa María de la Concepción. Einen Einblick in die altkanarische Bauweise bietet das Rathaus, das sich direkt neben der Kirche befindet. Ebenfalls sehenswert ist der kleine Ortsteil El Cabo, der über viele romantische Gassen verfügt. Kulturinteressierte sollten das Kunsthandwerksmuseum besuchen. Hier wird nicht nur kanarisches Kunsthandwerk ausgestellt, sondern auch zeitgenössische kanarische Malerei. Auch das Archäologiemuseum in der Calle Dr. Juan Ramon ist einen Besuch wert. Es stellt Fundstücke aus einer Höhle in der Nähe von La Restinga aus. Auch außerhalb von Valverde gibt es einige Sehenswürdigkeiten. Unbedingt sehenswert ist der Wacholderwald von El Sabinar, in dem sich teils sehr alte Bäume befinden. In der Nähe des Waldes trifft man auf den Aussichtspunkt Mirador de Bascos, der einen phänomenalen Ausblick über die Gegend vermittelt.
Auch der höchste Berg der Insel, der 1500 Meter hohe Malpaso, ist einen Besuch wert. In einer ca. zweistündigen Tour kann man den Berg besteigen.
In Las Puntas befindet sich das kleinste Hotel der Welt, das Hotel Punta Grande. Es hat nur vier Zimmer und schaffte es damit sogar ins Guiness Buch der Rekorde. Vom Hotel aus hat man einen fantastischen Ausblick auf die Landschaft der Umgebung.

 


 

 

Sonstiges

Sehenswert sind auch die wunderbaren idyllischen Strände von El Hierro. Zu den schönsten zählt die Playa Verodal in der Nähe von Sabinosa. Der Strand besteht aus feinem, rot-schwarzem Vulkansand. Der Strand ist niemals überlaufen und daher besonders für Naturliebhaber und Ruhesuchende geeignet. Beim Baden muss man allerdings aufgrund der teils starken Strömung vorsichtig sein. Für ausgedehnte und sichere Bäder eignet sich der ebenfalls idyllisch gelegene Strand Laja de Orchilla. Auch hier sollte man allerdings nicht zu weit hinausschwimmen, da in weiterer Entfernung zum Strand ebenfalls starke Strömungen existieren.

 

 



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