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Ihr Reiseführer für die Kanaren


Die Insel des ewigen Frühlings


Gran Canaria, die drittgrößte Insel der zu Spanien gehörenden Inselgruppe der Kanaren, ist aufgrund seines ganzjährig angenehmen Klimas, seiner weitläufigen, feinsandigen Strände und wegen seiner facettenreichen Landschaft ein äußerst beliebtes Reiseziel vieler Touristen. Dank des an Gran Canaria vorbeifließenden warmen Golfstroms herrschen hier stets Temperaturen zwischen 18° und 28° Celsius vor, wodurch sich die Insel vor allem während des Winters als warmes, schnell erreichbares Reiseziel anbietet, auch wenn die Flugzeit von Deutschland zur Hauptstadt der Insel, Las Palmas, immerhin knapp fünf Flugstunden beträgt.

 


 

 

 

Entstehung und Geschichte der Insel


Die kanarischen Inseln sind allesamt vulkanischen Ursprungs, entstanden vor ca. 37 Millionen Jahren durch Seebeben und unterseeische Vulkanausbrüche. Dabei soll die an dieser Stelle des Atlantiks nur sehr dünne Erdkruste aufgebrochen sein. Aus dem aufsteigenden Magma formte sich im Laufe der Zeit die Inselgruppe der Kanaren, wobei Gran Canaria mit einem Alter von knapp 16 Millionen Jahren eher zu den „mittelalten“ Inseln gehört. Theorien, dass die Kanaren Bruchstücke des afrikanischen Kontinents oder gar zum legendären Reich Atlantis gehören könnten, sind nach wissenschaftlichen Ansichten nur Ammenmärchen.

 

Tatsache ist aber, dass die Ureinwohner Gran Canarias, die sogenannten Guanchen, wahrscheinlich von den Berbern abstammend, ca. 500 v.Chr. von Nordafrika zu den Kanaren übersiedelten. Ein im Freiluftmuseum Mundo Aborigen rekonstruiertes Guanchen-Dorf gewährt Besuchern einen guten Einblick in das Leben dieses relativ primitiven Volkes, das ausschließlich in Höhlen lebte. Die Eroberung Gran Canarias durch die spanische Krone im 15. Jahrhundert bedeute zugleich auch das Ende der Guanchen, die sich nach anfänglich heftiger Gegenwehr den neuen Herren geschlagen geben mussten. Diejenigen, die nicht im Kampf umgekommen waren, wurden versklavt oder wählten den Freitod.
Heute wird das Inselleben in erster Linie vom Tourismus und zum Teil von der Agrarwirtschaft bestimmt. Vor allem in den 50er Jahren steuerten immer mehr Charterflüge Gran Canaria an – der Beginn des Massentourismus.

 

 

  

Größe von Gran Canaria


Gran Canaria ist nach Lanzarote und Fuerteventura mit einer Fläche von 1560,1 km² und einem fast kreisrunden Durchmesser von 45 Kilometern die drittgrößte Insel der Kanaren. Insgesamt bringt es Gran Canaria auf beachtliche 236 Küstenkilometer.


Einwohner


Mit knapp 815.000 Einwohnern ist Gran Canaria die bevölkerungsreichste Insel der Kanaren. Werden die Touristen hinzugerechnet, wird die Millionengrenze sehr leicht überschritten. Mehr als zwei Millionen Urlauber suchen die Insel jährlich auf, vor allem die Urlaubszentren im Süden Gran Canarias. Fast die Hälfte der zu 90 Prozent römisch-katholischen Einwohner leben in der Hauptstadt Las Palmas.


Städte


Die knapp 378.000 Einwohner zählende Hauptstadt Las Palmas ist zugleich auch das wirtschaftliche Zentrum der Insel. Geprägt wird diese Stadt vor allem durch den Seehafen, der der zweitgrößte Hafen am Atlantik ist. Ansonsten dominieren eher touristisch geprägte Städte das Erscheinungsbild der Insel. Vor allem im Süden Gran Canarias finden sich viele Hotelhochburgen wieder, die zahlreiche Pauschaltouristen aus ganz Europa anlocken. Am bekanntesten sind sicherlich die Orte Playa del Inglés und Maspalomas.


Flora und Fauna


Knapp die Hälfte der Insel steht unter Naturschutz. Ursprünglich war Gran Canaria stark bewaldet. Mit der Kolonialisierung der Spanier wurden diese Flächen aber zum größten Teil abgeholzt, um die Landwirtschaft voranzutreiben. Somit wurde auch der Lebensraum vieler Pflanzen- und Tierarten zerstört. Dennoch herrscht in der facettenreichen Landschaft Gran Canarias immer noch eine zahlreiche, sehr faszinierende Artenvielfalt vor. Neben farbenprächtigen, subtropischen Pflanzen, wie den Trompeten- und Passionsblumen, Drachenbäumen, Palmen und Strelizien – zugleich auch die Wahrzeichen Gran Canarias, brüten vor allem in den Küsten- und Gebirgsregionen zahlreiche Vogelarten. Aber auch Kleintiere sind in den Bergen, die auf Gran Canaria mit dem erloschenen Vulkan Pico de las Nieves eine Höhe von bis zu 1949 Metern aufweisen, zahlreich beheimatet. Noch beeindruckender ist die Unterwasserwelt der Kanaren, die Tauchern ein breites Spektrum an Meeresbewohnern vor Augen führt.


Sehenswürdigkeiten


Am bekanntesten sind sicherlich die spektakulären Dünen von Maspalomas, bei deren Anblick sich viele Urlauber inmitten einer Wüste vorkommen. Nicht minder reizvoll ist das kleine Hafenörtchen Puerto de Mogán, das gerne auch als das Venedig des Südens tituliert wird. Der Ort wird von vielen kleinen Kanälen durchzogen, die zusammen mit den engen Gassen und den schönen, mediterranen Bauten ein attraktives Erscheinungsbild ergeben. Der maritime Charakter des Ortes wird durch den kleinen Yachthafen unterstrichen.


Bei einem Besuch der Hauptstadt Las Palmas darf ein Gang durch die idyllische Altstadt nicht fehlen. Dort befindet sich zudem die im 15. Jahrhundert erbaute, fünfschiffige Kathedrale Santa Ana. Neben zahlreichen Museen weist die Stadt noch die aus dem 16. Jahrhundert stammende Festungsanlage "Castillo de la Luz" auf, die zum Schutz vor Piraten diente.

 


 


Freunde der Botanik werden ihre Freude am größten Kakteenpark Europas haben, dem Cactualdea bei San Nicolás de Tolentino, oder dem Botanischer Garten Jardín Botánico Canario in Tafira Alta. Für reichlich Spaß sorgt der Freizeitpark Aqualand, der über eine Vielzahl künstlich angelegter Wasser- und Poollandschaften verfügt. Vor allem die vielen Wasserrutschen sind bei Jung und Alt sehr beliebt.

Bei einem Urlaub auf Gran Canaria sollten sich Besucher aber nicht nur auf die vom Massentourismus besuchten Sehenswürdigkeiten beschränken, sondern sich zudem auf Touren ins Inselinnere begeben. Gerade die idyllisch gelegenen, ursprünglich gebliebenen Bergdörfer machen den Reiz dieser Insel aus. Empfehlenswert sich insbesondere ausgiebige Rad- oder Wandertouren, um die Schönheiten der Natur hautnah erleben zu können. Die Mandelblüte im Januar, die herrlich duftenden Orangen- und Bananenplantagen oder die leuchtend gelb blühenden Ginster.

 



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