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Ihr Reiseführer für die Kanaren


La Gomera

 

La Gomera ist die zweitkleinste der sieben kanarischen Inseln, nur El Hiero ist kleiner. La Gomera liegt rund 30 Kilometer westlich von Teneriffa. Zum spanischen Festland sind es etwa eintausend Kilometer.
Entstehung und Geschichte

La Gomera ist vulkanischen Ursprungs und gehört mit einem Alter von rund 12 Millionen Jahren zu den ältesten der kanarischen Inseln. Im Nationalpark Garajonay, der Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist, sind noch heute viele Vulkanschlote zu sehen.

Die Ureinwohner La Gomeras, die so genannten Guanchen, gelten als mit den Berbern verwandt. So könnte der Name der Insel auf einen alten Berberstamm namens Ghomara zurückgehen. Bekannt sind die Guanchen heute besonders für ihre einzigartige Pfeiffsprache „el silbo“.

 




1404 wurde die Insel von den Spaniern erobert. Im fünfzehnten Jahrhundert kam es immer wieder zu Aufständen der Einheimischen gegen die Spanier; den als besonders grausam geltenden Grafen Hernán Peraza brachten die Guanchen 1488 schließlich um.


1492 machte Christoph Kolumbus auf La Gomera letzte Station, bevor er nach Amerika segelte. Gerüchten zufolge war er in die Gattin des Grafen Hernán Peraza verliebt und verzögerte seine Abreise ihretwegen. Als Kolumbus schließlich Amerika erreichte, taufte er dort den neuen Kontinent mit Wasser aus einem Brunnen in La Gomera, das er extra zu diesem Zweck mitgeführt hatte.


Um weiteren Aufstünden vorzubeugen, siedelten die Spanier La Gomeras Einwohner um oder verkauften sie als Sklaven. Die Einheimischen, die blieben, übernahmen Kultur und Sprache der Spanier. Heute ist die Sprache Guanche weitestgehend ausgestorben. 1514 wurden die Bewohner von La Gomera Spanier.
1837 wurde die Insel Teil des spanischen Königreiches. 1852 wurden die Kanaren zur Freihandelszone erklärt.

Über lange Zeit produzierte La Gomera neben Wein und Zuckerrohr Cochenille, einen roten Farbstoff, der aus Schildläusen gewonnen wurde. Nach der Erfindung der synthetischen Farbstoffe brach dieser Produktionszweig zusammen und eine Auswanderungswelle war gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Folge.

Nach dem Tod Francos im Jahr 1975 wählten die Kanaren erstmals ein eigenes Parlament und eine Regierung.
1982 erhielten die Kanaren den Status einer autonomen Region innerhalb Spaniens. Heute sind Tourismus, Landwirtschaft und Fischerei die wichtigsten Wirtschaftszweige.

 

 

 

Größe


La Gomera verfügt über eine Fläche von 369,76 Quadratkilometer, das sind 4,94% der Gesamtfläche der kanarischen Inseln. Höchste Erhebung La Gomeras ist der Garajonay mit 1487 Metern Höhe.

 

 

Einwohner


Heute hat La Gomera rund 22.000 Einwohner. Das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 60,2 Einwohnern pro Quadratkilometer.

 

 

Städte


Hauptstadt und Inselmetropole La Gomeras ist San Sebastian mit rund 8500 Einwohnern. Hier legen die Fähren aus Teneriffa an. San Sebastian bezeichnet aber nicht nur die Hauptstadt, sondern auch die Gemeinde, die insgesamt 16 Dörfer umfasst.


Die Bewohner von San Sebastian nennen ihren Ort bezeichnenderweise „La Villa“. Hier gibt es das einzige Krankenhaus der Insel, einen Zahnarzt und den größten Supermarkt der Insel, der Preise wie auf den anderen Kanareninseln garantiert – in den kleineren Märkten zahlt man häufig „La Gomera - Preise“, die durch die hohen Transportkosten zur Insel entstehen bzw. damit gerechtfertigt werden.
Feiertage in San Sebastian sind der 20. Januar (San Sebastian) und der 07. Oktober (Badaja de la Virgen).

Die wohl bekannteste Gemeinde La Gomeras ist Valle Gran Rey, die ehemalige Guanchen Hauptstadt Hupalupa, die touristisch gut erschlossen ist und über eine wunderschöne Bucht mit Sandstrand und ruhigen Wellen verfügt.

Die flächenmäßig größte Gemeine erstreckt sich von der Nord- zur Südküste: Vallehermoso. Hier wird viel Obst und Gemüse angebaut, aber auch der bekannte Palmenhonig. Bekannt ist das Tal durch die beeindruckte Felsformation „Los Organos“, die weithin sichtbar sind.

 

 

 

Flora und Fauna


Klimatisch ist La Gomera geteilt – im Süden herrschen trockene Südwinde vor, der Norden wird von den Passatwinden mit Feuchtigkeit versorgt. La Gomera besitzt entsprechend mehrere Vegetationszonen, die sich sehr voneinander unterscheiden.

Im Norden befindet sich der größte zusammenhängende Lorbeerwald der Erde auf rund 500 Metern Höhe. Im Nationalpark Garajonay, der immerhin 10% der Inselfläche ausmacht, herrscht immergrüner Nebelwald vor, in dem bis zu zwei Meter hohe Farne und Bartflechten wachsen. Oberhalb von tausend Metern finden sich hier Gagelsträucher, Baumheide und Heidemischwälder.

Im trockenen Süden hingegen finden sich Wacholder, Sukkulenten und die Kanarenpalme.
In Strandnähe gedeihen Strandflieder, Wolfsmilchgewächse, Agaven und natürlich die Feigenkakteen, auf denen früher die Cochenille-Läuse für die Farbstoffproduktion kultiviert wurden.

 

 

 

Sehenswürdigkeiten


Die Top-Attraktion La Gomeras ist natürlich seine wundervolle, ursprüngliche Natur, die man besonders im Nationalpark erfahren kann. Interessant ist auch ein Besuch im Informationszentrum "Juego de Bola" des Parks.

Agulo gilt als das schönste Dorf La Gomeras. Es gehört zur kleinsten Gemeinde der Insel und liegt im Norden auf einer Hochfläche über dem Meer. In seinen alten, verwinkelten Straßen und Gassen finden sich viele Kolonialbauten.

 




Ebenfalls im Norden der Insel und ebenfalls sehenswert ist Hermingua, ein wildromantisches Tal mit milden Klima, das nicht nur Wanderer anzieht. Hier gibt es die Zwillingsfelsen zu sehen, eine besondere Steinformation, die weithin über das Tal ragt, ein Dominikanerkloster und im Hauptort Hermingua ein kunsthandwerkliches Museum.

 

 

 

Sonstiges

Vor der Küste La Gomeras lassen sich auch Delfine und sogar mit etwas Glück Wale beobachten. Einundzwanzig verschiedene Delfinarten wurden bereits ebenso gesichtet wie Grindwale, selten sogar Pott-, Finn-, Mink- oder Seewale.

 

 



Bergreisen

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