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Ihr Reiseführer für die Kanaren


Die Insel Lanzarote

 

Die Kanaren-Insel Lanzarote ist vulkanischen Ursprungs. Das bedeutet, dass sie durch den wiederholten Ausbruch von Vulkanen unterhalb der Meeresoberfläche entstand. Dieser Prozess begann bereits vor rund 36 Millionen Jahren und endete erst um 1824, als auf der Insel noch einmal heftige Vulkanausbrüche stattfanden, die große Teile der Landschaft erneut mit Lava überzogen. Lanzarotes vulkanischer Ursprung ist so bis heute deutlich erkennbar und prägt die Landschaft der Insel. Diese ist sehr gebirgig, im Inselinnern gibt es einige fruchtbare Hochebenen und ausgedehnte Vulkanlandschaften.


Die ersten Siedler auf der Insel waren die Guanchen, ein Volk das auf den kanarischen Inseln zahlreiche archäologische Spuren hinterließ. Auf Lanzarote sind bis heute die so genannten Quesara, bearbeitete Felsblöcke mit tiefen Rillen, erhalten. Ihre genaue Verwendung durch die Guanchen ist unklar, vermutlich wurden sie zum Mahlen von Getreide oder als Opferplatz genutzt. Später besiedelten Europäer und Araber die Insel, deren mittelalterliche Bauten prägen noch heute das Ortsbild vieler Dörfer und Städte auf der Insel. Schwere Vulkanausbrüche im 18. Jahrhundert gestalteten die Landschaft der Insel an vielen Stellen komplett neu und sorgten für das Entstehen der Feuerberge, einer Kette aus hunderten von Vulkanen. Diese Vulkanlandschaft im Südwesten der Insel ist heute Teil des Timanfaya-Nationalparks.

 


 

 

Lanzarote liegt im Norden der spanischen Inselgruppe der Kanaren. Die Insel ist 850 Quadratkilometer groß und knapp 60 Kilometer lang. An der breitesten Stelle ist Lanzarote rund 35 Kilometer breit.

 

 

 

Einwohner und Orte auf Lanzarote

Insgesamt leben auf Lanzarote rund 134.000 Menschen. Davon wohnen 55.000 in der Hauptstadt der Insel, dem Hafenort Arrecife. Der Seehafen der Stadt, Los Mármoles, ist ein bedeutender Umschlagplatz für Waren. Zudem verkehren von hier aus Fähren zum spanischen Festland und den benachbarten Inseln. Arrecife ist aber auch ein lohnenswertes Ziel für Besucher. So befindet sich am zentralen Platz der lebendigen Hafenstadt, dem Plaza de Palma, die Kirche San Gines. Sie wurde im späten 18. Jahrhundert erbaut und besitzt eine einzigartige, aus Holz geschnitzte Decke.


Ein beliebtes Ziel für Besucher ist auch die ehemalige Hauptstadt Lanzarotes, Teguise. Sie liegt im Landesinneren und gehört zu den ältesten Städten der Kanaren. In der malerischen Altstadt des Ortes mit ihren kleinen, farbenfrohen Gassen finden sich viele malerische Bauwerke und historische Kirchen. So zum Beispiel die Basilika San Miguel am zentralen Platz der Altstadt. Die Kirche wurde im Jahr 1428 errichtet und gehört somit zu den ältesten Kirchen auf den Kanaren. Ihr Glockenturm besteht aus dem typischen Vulkanstein der Insel.
Überall auf Lanzarote stößt man auf kleine, typisch kanarische Ortschaften mit ihren engen Gassen und den kleinen, flachen Häusern. Besonders im Inselinnern sind die Orte noch nicht vom Tourismus, sondern noch von der traditionellen Landwirtschaft geprägt.

 

 

 

Flora und Fauna

Die Insel Lanzarote wurde, aufgrund ihrer einzigartigen Vulkanlandschaft und deren Pflanzen- und Tierwelt, von der UNESCO vollständig zum Biosphärenreservat erklärt. Dies verdankt die Insel unter anderem der umweltfreundlichen Verbindung von Tourismus und Naturschutz. So sorgte unter anderem der bekannte Künstler César Manrique dafür, dass auf Lanzarote immer wieder Touristenattraktionen in die Natur integriert wurden ohne diese zu zerstören.


Die Vulkanlandschaft der Insel ist zwar sehr trocken und eher karg, dafür gibt es aber zahlreiche Pflanzen- und Tierarten die nur auf der Insel vorkommen und besonders gut an deren schwierige Bedingungen angepasst sind. Besonders der Süden der Insel ist sehr trocken, hier ist die Landschaft wüstenartig. Auf der Vulkanerde wachsen vor allem Moose und Flechten und nur wenige Tierarten können in dieser trockenen Umgebung überleben. Im Norden der Insel regnet es häufiger, hier gibt es Palmenwälder und einige fruchtbare Hochebenen.

 

So zum Beispiel im Tal der Tausend Palmen, welches die kleine Gemeinde Haría umgibt. Im Frühjahr blühen im Norden unzählige Blumen und verwandeln die Landschaft in einen dichten Blumenteppich. Lanzarotes Vogelwelt ist besonders vielfältig. Wer sie kennen lernen und die seltenen Arten der Insel aus der Nähe beobachten möchte, sollte sich den Tierpark Tropical Park in der Nähe der Ortschaft Guinate nicht entgehen lassen. Er liegt auf einer Hochebene im Inselinneren und beherbergt zahlreiche einheimische Tier- und Pflanzenarten, aber auch exotische Tiere aus aller Welt.

 

 

 

Sehenswürdigkeiten

Lanzarote besitzt aufgrund seiner langen Geschichte und der Vulkanlandschaft zahlreiche faszinierende Sehenswürdigkeiten. So zum Beispiel die Cueva de los Verdes, eine ausgedehnte Höhle die bei einem Vulkanausbruch entstanden ist. Sie ist Besuchern zugänglich und so groß, dass ihr Inneres an eine Kathedrale erinnert. Ein Teil des riesigen Höhlensystems, der so genannte Jameos del Agua, wurde von dem einheimischen Künstler César Manrique gestaltet. Er ließ, rund um einen unterirdischen See, ein Restaurant, ein geologisches Museum und eine Konzerthalle einrichten. Die unterirdischen Bauten fügen sich alle in den natürlichen Verlauf der Höhle, man erreicht sie über eine Wendeltreppe.


Über der Stadt Teguise, auf dem Vulkan Guanapay, liegt die mittelalterliche Festung Castillo de Santa Bárbara. Die imposante Festung schützte die Bewohner der Stadt einst vor Piraten. Heute ist sie ein beliebtes Ziel für Touristen und bietet einen schönen Ausblick über die gesamte Insel.


Unweit der Ortschaft San Bartolomé im Zentrum der Insel befindet sich das Monumento del Campesino. Dieses Denkmal wurde von dem Künstler César Manrique gestaltet und ist den Bauern der Insel gewidmet. Auf dem Bauernhof um das Denkmal herum gibt es ein Landwirtschaftsmuseum, ein Restaurant und ein Geschäft in dem Produkte der einheimischen Landwirtschaft angeboten werden.
Unweit der Ortschaft El Golfo, im Südwesten der Insel, befindet sich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Lanzarotes: ein riesiger versunkener Vulkankrater, in dem eine Lagune entstanden ist. Diese ist vor allem aufgrund ihrer tiefgrünen Farbe bekannt geworden und stellt einen beliebten Anziehungspunkt für Besucher dar.

 


 

 

 

 

Sonstiges

Lanzarote hat neben zahlreichen schönen Ortschaften und einzigartigen Naturlandschaften auch viele Sport- und Freizeitmöglichkeiten zu bieten. So bieten die Hochebenen im Inselinnern gute Möglichkeiten zum Wandern und Mountainbike-Fahren und an der Küste kann man allen möglichen Wassersportarten nachgehen. An der Küste Lanzarotes gibt es mehrere schöne Sandstrände.

 

Die wohl bekanntesten unter ihnen sind die sieben Papagayo-Strände im Süden der Insel. Diese breiten, weißen Sandstrände werden nur durch Lavafelsen von einander getrennt. Sie eignen sich optimal zum Baden und sind auch in der Hochsaison nie überlaufen. Lanzarotes Strände bieten Besuchern viel Abwechslung: während einige aufgrund ihre ruhigen Wassers besonders für Familien mit Kindern geeignet sind, bieten andere optimale Bedingungen zum Surfen.


Lanzarotes Küche ist vor allem für ihre guten, frischen Fischgerichte bekannt. So bietet vor allem der kleine Küstenort El Golfo viele Fischrestaurants die sowohl Einheimische als auch Besucher begeistern. Im Inselinnern liegt mit La Geria das größte Weinanbaugebiet der Kanaren. Hier wird der Wein auf traditionelle Art und Weise auf den Vulkanböden angebaut, dieser Produktionsweise verdankt der Wein Lanzarotes seinen einzigartigen Geschmack.

 

 



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