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Ihr Reiseführer für die Kanaren


Graciosa - Die anmutige Insel

 

Nur eine zwei Kilometer breite Meerenge trennt die kleine Insel Graciosa von der Nachbarinsel Lanzarote und trotzdem liegen Welten zwischen den beiden Kanarischen Inseln.
Lanzarote, die mondäne Insel, touristisch erschlossen mit einer ausgezeichneten Infrastruktur auf der einen Seite und auf der anderen Seite des El Rio Graciosa, nur knapp 30 Quadratkilometer groß und ohne eigene Wasserversorgung, karg und von nicht einmal 1000 Menschen bewohnt.

 



Unterschiedlicher können zwei Inseln, die so nah beieinander liegen, kaum sein.
Aber Graciosa ist nur auf den ersten Blick eine karge und einsame Insel im Atlantik, Graciosa ist ein Naturparadies, das abgeschnitten von jedem Massentourismus, Ruhe und wirkliche Erholung bietet, weit ab von lärmenden Stränden und Bettenburgen.

 

 

 

Entstehung und Geschichte


Wie alle Kanarische Inseln ist auch Graciosa vulkanischen Ursprungs. Über den eigentlichen Zeitpunkt der Entstehung streiten bis heute die Geologen. Fest steht nur, das gewaltige Vulkanausbrüche unter dem Meeresspiegel für die Geburt der Insel verantwortlich waren. Weitere Ausbrüche im 16.- und 17. Jahrhundert prägten schließlich das Landschaftbild Graciosas.


Wie die Geologen, so sind sich auch die Archäologen nicht einig, wann und von wem Graciosa zum ersten Mal besiedelt wurde. Historisch gelegt ist nur die Tatsache, das Jean de Bethencourt im Jahre 1402 im Atlantik kreuzte und schließlich Graciosa entdeckte. Dem Normannischen Seefahrer gefiel die Insel so gut, das er sie "La Graciosa" Die Anmutige, taufte.
Da die Fischgründe vor Graciosa sehr vielfältig und ertragreich sind, versuchten die USA 1898 von der spanischen Regierung einen Pachtvertrag für 99 Jahre Fischereirecht zu bekommen. Dieser Vertrag kam allerdings nie unterschrieben.

 

 

 

Ortschaften auf Graciosa


Hafen und wirtschaftliches Zentrum der Insel ist Caleta del Sebo. Gerade einmal 648 Menschen leben ständig in dem kleinen Ort, der malerisch in einer kleinen Bucht im Süden Gracioas liegt.
In der Hauptsache ernähren sich die Bewohner vom Fischfang und von Touristen, die von Lanzarote aus für einen Tagesausflug auf die Insel kommen. Caleta del Sebo hat neben Lebensmittelgeschäften, einer Apotheke und einem Arzt auch zwei Restaurants, in denen es köstliche Fischgerichte gibt. Neuerdings gibt es auch ein Internetcafé und eine Poststation.


An der Hafenmauer von Caleta del Sebo machen mehrmals täglich die Boote fest die aus Lanzarote kommen. Vom dortigen Hafen Orzola aus führt die Überfahrt durch die Meerenge El Rio, die auf Grund einer starken Strömung manchmal sehr unruhig sein kann.


Der zweite Ort der Insel ist nur mit einem Boot oder mit einem Geländewagen zu erreichen. Es gibt auf Graciosa keine gepflasterten oder asphaltierten Straßen und der Weg nach Pedro Barba führt über unebene Schotterwege.
Im Osten von Graciosa gelegen ist Pedro Barba, das seinen Namen einem verrückten Abenteurer verdankt, der dort lebte und sich selbst zum König von Graciosa ausrief, eine reine Urlaubersiedlung. Vor allem die Bewohner von Lanzarote und Teneriffa haben hier ihre Ferienhäuser.
Ein Campingurlaub ist auf Graciosa grundsätzlich möglich. Zwei Kilometer von Caleta del Sebo entfernt ist ein kleiner Campingplatz mit einfachen sanitären Anlagen. Da die Insel zum Biosphärenreservat der Vereinten Nationen gehört, ist wildes Campen nicht erlaubt.

 

 

 

Flora und Fauna


Auf Graciosa gibt es keine Quellen. Das benötigte Trinkwasser wird entweder mit einem Tankschiff oder durch die unter dem El Rio liegende Pipeline auf die Insel gebracht. Infolgedessen gibt es auf Graciosa keine nennenswerte Vegetation.
Die Fauna beschränkt sich auf kleine Eidechsen, Geckos und Raubvögel, wie Sturmfalken, die auf der Insel nisten.

 

 

 

Sehenswürdigkeiten


Die Sehenswürdigkeit auf Graciosa ist Graciosa selbst. Die Insel ist so abwechslungsreich und landschaftlich schön, das es sich lohnt, sie sich einmal genauer anzusehen.
Eine Wanderung rund um die Insel dauert knapp einen Tag. Das Landschaftsbild wechselt dabei ständig. Karg und einer Mondlandschaft nicht unähnlich zeigt sich Graciosa auf der einen Seite. Spektakuläre Steilklippen, die bis zu 400 m hoch sind und bizarre Felsformationen aus vulkanischem Tuffstein sind die andere Seite. Am Abend, im Licht der untergehenden Sonne, werden die Felslandschaften in verschiedene Farben getaucht und bieten einen wunderschönen Anblick.


Gracoisa hat attraktive Badestrände, die vom Hauptort Caleta del Sebo ca. zwei Stunden entfernt liegen. Der schönste Strand liegt im Nordwesten der Insel und bietet neben klarem und sauberen Wasser, einen feinkörnigen, weißen Sandstrand. Tagestouristen und Wochenendurlauber vom spanischen Festland schätzen den Playa de las Conchas wegen seiner Ruhe und Abgeschiedenheit.

 



Der Playa Lambra ist klein aber fein. Sehr geschützt gelegen, ist der naturbelassene Strand windgeschützt und landschaftlich sehr reizvoll. Das er wie alle anderen Strände auch, nicht gereinigt wird, findet sich hier immer Treibgut.
Der Familienstrand ist Playa Francesca. Hier gibt es einen kleinen Kinderspielplatz und Grillmöglichkeiten. Nur zwei Kilometer von Caleta del Sebo entfernt, ist der Strand auch das Naherholungsgebiet der Einwohner und Treffpunkt an langen Sommerabenden.


Was besonders für Graciosa spricht, ist das milde und angenehme Klima. Im Sommer wird es selten über 28° Grad heiß und im Winter fällt das Thermometer nicht unter 15° Grad Celsius. Die Wassertemperatur liegt im Sommer zwischen angenehmen 19° und 22° Grad.

Wer auf Lanzarote ist sollte vom Aussichtspunkt Mirador del Rio aus einmal einen Blick auf Graciosa werfen und dann vielleicht einen Ausflug dorthin unternehmen, denn es lohnt sich.

 

 



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