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Ihr Reiseführer für die Kanaren


Los Lobos - ein kleines Insel-Paradies

 

Die als ehemalige Seehund-Insel bekannte und zur Gemeinde La Oliva gehörende kanarische Insel Los Lobos, welche zum Nationalpark erklärt wurde, liegt mitten zwischen Fuerteventura und Lanzarote und gilt als wirkliches Paradies, welches nur von einer sehr geringen Anzahl von Menschen zum Wochenende hin bewohnt wird.
Die Insel entstand vor ca. 6000- 8000 Jahren durch Vulkanismus und diente während der spanischen Eroberungskriege im 15. Jahrhundert als Versorgungsinsel. Den Namen Los Lobos bekam die Insel schließlich aufgrund ihrer großen Anzahl an Seehunden, welche die spanischen Soldaten dort bei Ihrer Ankunft zu sehen bekamen.


Heute allerdings sind die Seehunde von Lobos verschwunden. Dafür existieren dort allerdings nun ca. 130 diverse andere geschützte Pflanzen- und auch Tierarten. Die Insel selbst gilt heute ganzheitlich als Naturschutzgebiet, ebenfalls wie die Dünen von Corralejo.

 




Mit einer Größe von gerade einmal 458 Hektar ist sie ein winziges, aber dennoch traumhaftes Fleckchen, welches jeden Ankerauswurf wert um die Aussicht und das sagenhafte Flair genießen zu können.

Innerhalb von zehn bis fünfzehn Minuten ist die Insel Lobos per Bootstour zu erreichen, welche im Hafen von Corralejo durch unterschiedliche Gesellschaften angeboten werden. Die Preise für eine Überfahrt variieren ebenfalls für solche Bootstouren.
So werden ca. 5,- bis 15,- Euro je Ticket verlangt, welche entweder einen halben Ausflugstag (Hinfahrt zwischen halb zehn morgens und zwölf Uhr mittags, erste Rückfahrt gegen 14 Uhr) oder einen ganzen Ausflugstag (Hinfahrt morgens, Rückfahrt bis ca. 18 Uhr) auf der Insel versprechen.
Dabei ist es wirklich empfehlenswert, sich einen Tag vorher bei den jeweiligen Gesellschaften zu erkundigen um die Ticketpreise untereinander vergleichen zu können.


Ein ganz besonderes Highlight sind die so genannten Glasbodenboot-Touren, welche es möglich machen an, das Leben unter Wasser genauestens zu beobachten, wo man sonst einen Tauchgang für buchen müsste um das erleben zu können. Für die Geschwindigkeits-Liebhaber bietet sich auch eine Rundfahrt um die Insel Los Lobos mit dem speziellen “F40”-Katamaran an, wobei die Ankerplätze für jedes Boot identisch sind, nämlich der kleine Anlegeplatz im Nordosten der Insel, von welchem man direkt auf Wanderwege geleitet wird.

Der gesamte Wanderweg führt einmal rund um die Insel herum, aus diesem Grunde ist es gleich, in welche Richtung gegangen wird.
Ausgestattet mit genügend frischem Wasser, einer guten Kopfbedeckung, der passenden Badebekleidung, sowie auch dem perfekten Schuhwerk, entdeckt man auf Los Lobos eine wirklich wunderschöne Flora und Fauna.

Schlägt man den Weg Richtung Westen ein, so wird man an einen wunderschönen, feinen, weißen Sandstrand geleitet, an welchem sich eine kleine, traumhafte Bucht zum Baden wieder findet.
Wird der Weg anschließend fortgesetzt, so kommt man in die Nähe des höchsten Berges von Lobos, dem Montana de Lobos, welcher immerhin ganze 127 Meter misst und eine phantastische Aussicht über Insel selbst, wie auch auf Fuerteventura und über das gesamte Meer bietet.

Richtung Süden führt der Weg an einem Fischweiler vorbei und nach etwa 1 Stunde Wanderung gelangt man zum Leuchtturm Faro de Martiño, die größte Sehenswürdigkeit der Insel, welche ganz im Norden zu finden ist. Bereits im Jahre 1865 wurde der Turm erstmalig in Betrieb genommen und bis vor einigen Jahren wurde die Arbeit dort noch von Hand verrichtet bis alles automatisiert wurde. Tagebücher, welche von den Leuchtturmwärtern geführt wurden gelten heutzutage als wichtiger Quellennachweis für Einblicke in das Leben der Seeleute aus dem neunzehnten und zwanzigsten Jahrhundert. Auch der Leuchtturm selbst bietet eine fabelhafte und nahezu atemberaubende Aussicht.

 


 


Folgt man nun dem weiteren Wanderweg, so gelangt man auch hier an einen wunderschönen Strand aus feinstem Sand, der regelrecht zum Baden einlädt. In unmittelbarer Nähe finden sich auch sehenswerte, dem heißen Klima entsprechende Kakteenfelder wieder, welche es wirklich wert sind, einmal angeschaut zu werden.

Langsam aber sicher neigt sich die Inseltour dann auch dem Ende zu, sodass der Weg nun letzt endlich an einem kleinen, idyllischen Fischerdorf mit Hafen vorbeiführt, welches sich wirklich malerisch in das Gesamtbild der Insel einfügt. Vereinzelte Häuser wurden bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebaut, wurden allerdings seit dem des Öfteren restauriert und dienen heute nur noch als Wochenendhäuser der Fischer, denn in dem kleinen Fischerdorf selbst finden sich zwei kleine Restaurants wieder, welche mit gerade gefangenem, frischem Fisch ihre Gäste verköstigen und dazu die passenden Weine servieren.


Eine azurblaue Lagune auf dem Rückweg lädt schließlich noch einmal zu einem erfrischenden Bad ein, bis es dann wieder mit dem Boot zurück nach Corralejo geht.

Los Lobos ist eine Insel, die wirklich zum Träumen anregt und jeden Ausflug wert.

 

 



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